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15 Jun 2009

Umfrage e-business in Italien: die Ergebnisse

 WEB 2.0, COMMUNITY, DIGITALE MEDIEN, E-PROCUREMENT: NOCH UNENTDECKTE RESOURCEN FÜR ITALIENISCHE UNTERNEHMEN

 

Investitionen gebremst von mangelnder oder oberflächlicher Kenntnis, den Angeboten von e-Business-Akteuren und dem Fehlen geeigneter Ansprechpartner

 

 

Mailand, 8. Juni 2009 – Italienische Unternehmen, im besonderen kleine und mittelständische Betriebe, besitzen eine sehr fragmentierte und oberflächliche Kenntnis der Instrumente für e-Business, insbesondere über das Potenzial zur Eroberung neuer Märkte, über neue Modalitäten des Dialogs mit Kunden oder zur Kostenoptimierung.

 

Dies ist das Risultat des ersten e-Business Surveys in italienischen Unternehmen, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Synaptica im Auftrag von eBit Marketing and Retail Innovation, einer Mailänder Managementberatungsgesellschaft, gegründet aus der Erfahrung der 3 Manager Gianluca Borsotti, Paolo Santini und Andrea Agostini.

 

Für 98% der Stichprobe – 120 Top Manager und Unternehmer erstrangiger italienischer Unternehmen –heißt „e-Business“ in erster Linie, eine Internetseite zu besitzen.

 

Diese wird gefolgt von anderen Applikationen für e-Business: Web Marketing und der Versand von Newslettern wird von 51% bzw. 59% der Unternehmen genutzt, um Produkte und Dienstleistungen zu kommunizieren. Weniger als die Hälfte des Stichprobe nutzt CRM (45%) und wenig mehr als ein Drittel Extranet (38%) – beides Instrumente zur Steuerung der Kundenbasis.

 

E-Commerce und e-Procurement werden ebenfalls nur von einem Drittel der Stichprobe eingesetzt (28% bzw. 31%) und erzielen einem Anteil von 7,6% am Gesamtumsatz bzw. von 7,0% am Gesamteinkaufsvolumen.  

 

Den meisten Befragten entgeht jedoch das weite Spektrum an Möglichkeiten, das e-Business anbietet - von Intranet bis Extranet, von e-Commerce bis e-Procurement, zu neuen digitalen Medien, usw.. Insbesondere die Charakteristiken eines jeden Instruments und die Potenziale, die diese unter den Aspekten Wachstum und Profitabilität bieten, werden meist übersehen.

 

Auch der Prozentsatz jener Unternehmen, die auf Instrumente wie Web 2.0 und Community-Aktivitäten (Blog, Forum, Präsenz in Social Networks) zurückgreifen, bleibt mit weniger als 27% gering. Noch weniger der befragten Unternehmen – 16% - nutzen innovative Tools wie Mobile Marketing (SMS).

 

Gründe für die Zurückhaltung bei Investitionen in e-Business sind in erster Linie der Mangel an Kultur und internen Kenntnissen bezüglich der Einsatzmöglichkeiten (30% der Befragten), aber auch der Mangel an geeigneten externen Ansprechpartnern (14%).

 

„ Mit dem Einsatz von e-Business-Techniken werden die Möglichkeiten der neuen Technologien der digitalen Kommunikation (web, mobile, ….) zu konkreten Wachstumschancen“ unterstreicht Gianluca Borsotti, einer der Gründer von eBit Marketing and Retail Innovation.

 

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, daß die Investitionen der Unternehmen in e-Business noch auf sehr niedrigem Niveau liegen, im Mittel bei ca. 1% des Unternehmensumsatzes.

 

„Die jährliche Durchschnittsinvestition liegt bei 38.000 Euro für Unternehmen mit einem Umsatz von 50 mio Euro“ – erläutert Borsotti – „während die Investitionen bei mittleren Unternehmen mit einem Umsatz von 50 bis 300 mio auf 500.000 Euro ansteigen und bei Großunternehmen mit mehr als 300 mio Euro Jahresumsatz die Grenze von 2 mio Euro übersteigen“.

 

Es sind die großen italienischen Unternehmen und die italienischen Filialen der multinationalen Konzerne, die am empfänglichsten für diese Investitionen sind, weil sie das Potenzial kennen und auf Erfahrungen aus anderen Ländern zurückgreifen können.

 

Was die Erwartungen gegenüber e-Business angeht, so rangieren auf dem ersten Platz die Gewährleistung der Kundenzufriedenheit (21%), gefolgt von Umsatzsteigerung (16%) und Kostenreduzierung (12%). Auf den Plätzen vier und fünf finden sich der Beitrag zur Neuproduktentwicklung (9%) und Internationalisierungsmöglichkeiten (5%).

 

Daß die digitale Revolution unaufhaltsam ist, wird in jedem Fall von der Mehrheit der Stichprobe wahrgenommen, die davon ausgeht, in den nächsten Jahren die Investition hierfür zu erhöhen (im Durchschnitt um 25%). 46% erwarten sich davon eine positive Auswirkung auf die Unternehmensergebnisse.

 

Dieses Budget wird sich auf jene Applikationen konzentrieren, die als am vielversprechendsten eingestuft werden: vor allen Dingen auf e-Commerce (67%), eingeschätzt als das produktivste, und auf CRM, welches als das wichtigste eingestuft wird. 56% der Stichprobe werden die Investitionen hierfür erhöhen.

 

„Unter dem Strich“ – so Borsotti – „manifestieren sich die verschiedenen Einstellungen gegenüber e-Business in zwei diametral verschiedenen Gruppen: den „Erleuchteten“ und den „Gezwungenen““.

 

 Die „Erleuchteten“ setzen eine Vielzahl digitaler Applikationen ein und sind damit sehr zufrieden, vor allem bezüglich der finanziellen Ergebnisse im Sinne von Umsatzsteigerung und Kostensenkung.

 

Unter den e-Business-Tools, die die meiste Wertschätzung und den höchsten Zufriedenheitsgrad genießen, sind Extranet (d.h. Website, die nur Kunden, Lieferanten, etc. zugänglich ist) und CRM (Customer Relationship Management) zur Steuerung einer Kundendatenbank auf Basis von Profilierungs- und Segmentierungskriterien nach Zielgruppen.

 

Die Anwendung von e-Business-Instrumenten in der Gruppe der “Gezwungenen” erscheint hingegen eher von einer Logik des „wir müssen es tun“ geprägt als von einem realen Verständnis oder Wertschätzung der Möglichkeiten, die e-Business bietet. Wer e-Business anwendet weil „man es halt tun muss“ ist weniger zufrieden mit den implementierten Aktivitäten und erkennt häufig lediglich einen nur sehr unspezifischen Vorteil bezüglich der Zufriedenheit seiner Kunden.    

 

Ein letztes Phänomen, das die Untersuchung herausgearbeitet hat, ist die Unzufriedenheit mit den Services und Lösungen, die von e-Business-Anbietern offeriert werden: nur 37% der interviewten Unternehmen erklären sich „sehr oder ziemlich zufrieden“ mit den Dienstleistungen der Web-Agencies und nur 26% sind es mit Beratungsunternehmen. Noch niedriger liegt der Zufriedenheitsgrad mit den e-Business-Services der Werbeagenturen (15%).

 

Die Gründe für diese Unzufriedenheit müssen gesucht werden im Fehlen „eines Beitrags zur Entwicklung der Unternehmensstrategie“, in  „mangelnder Proaktivität“ und „unzureichender Unterstützung nach der Einführung“, aber auch im „Grad der Kreativität“ der implementierten Lösungen.

 

Es ist dieser Mangel einer positiven Zusammenarbeit mit externen Partnern, kombiniert mit dem Mangel an Kompetenzen im Unternehmen selbst, die das Haupthindernis darstellen für einen erweiterten Einsatz von e-Business-Instrumenten in den Unternehmen.

 

 

 

ERSTE STUDIE ZU E-BUSINESS IN ITALIENISCHEN UNTERNHEMEN: DIE STICHPROBE

 

Umfrage durchgeführt mittels Cawi (Computer Assisted Web Interviewing) durch das Marktforschungsinstitut Sinaptica

 

Zeitraum: letztes Jahresviertel 2008

 

Antworten: 120 Top Manager und Unternehmer erstrangiger Unternehmen auf dem italienischen Markt.

 

68% Unternehmen mit italienischen Eigentümern

32% Filialen multinationaler Konzerne

 

51% Industrie

25% Handel

24% Andere Dienstleistungen

 

40% bis zu 50 Millionen Euro Jahresumsatz

29% von 50 bis 300 Millionen Euro Jahresumsatz

31% mehr als 300 Millionen Euro Jahresumsatz

 

Um die komplette Studie zu beziehen: info@ebitinnovation.com